Ostseebad Binz in Kürze:

Binz wurde 1318 als Fischerdorf Byntze erstmals urkundlich erwähnt. Es ist das größte und bekannteste Seebad der Insel Rügen und liegt an einer der zauberhaftesten Buchten der Insel, der Prorer Wiek. Flankiert von den weitläufigen Waldgebieten der Schmalen Heide und der Granitz, schmiegt sich der Ort im Westen an das schilfumsäumte Ufer des Schmachter Sees, während er im Osten der Ostsee zugewandt ist.
Binz bietet ein mildes Reizklima mit 1.872 Sonnenscheinstunden pro Jahr. Die geschützte Lage, der breite, feinsandige Strand, der steinfreie Meeresgrund und die schwache Brandung machen Binz zum beliebten Badeparadies.
Einzigartig wie in keinem anderen Seebad der Insel zeigt sich in Binz die Bäderarchitektur. Die verspielten Ornamente und Rosetten an den Villen sowie die Türmchen und Erker sind zum Synonym für Binz geworden. Und aus vielen der prachtvollen Häuser im Stil der Bäderarchitektur sind Hotels und Pensionen entstanden, die das Flair der Jahrhundertwende (19./20.Jh.) mit komfortablen Zimmern verbinden. Aufgereiht wie eine Perlenkette zieren sie die 3,2 km lange Strandpromenade, die zum Verweilen und Spaziergehen einlädt. Den Mittelpunkt der Promenade bilden das Kurhaus, der Konzertplatz mit dem Pavillon, den Pergolen und Wandelhallen sowie die Seebrücke. 

Mit dem Namen Binz verbinden immer mehr Menschen das Seebad mit der am besten erhaltenen Bäderarchitektur. In ihr spiegelt sich noch heute der Charme der Jahrhundertwende (19./20. Jh.) wider. Kein Seebad an der deutschen Ostsee hat einen ähnlich vollkommen erhaltenen Ortskern dieses Stils, der genau genommen gar keiner ist. Entstanden in einer Zeit, in der der Wunsch "zurück zur Natur" die Menschen beeinflußte, verkörpert auch diese Architektur wie kaum etwas anderes den Lebensstil der Epoche: Man schreibt die Jahrhundertwende (19./20. Jh.). Interessenten aus ganz Deutschland erwerben in Binz Grundstücke und beauftragen ihre heimischen Architekten mit dem Bau von Hotels und Pensionen. Die Strandpromenade, das Kurhaus, die Seebrücke und das Warmbad entstehen - ein Seebad ist geboren. Heute entdeckt man auf Schritt und Tritt die inzwischen rekonstruierten Villen aus der damaligen Zeit mit verspielten Jugendstilelementen, Schnitzwerk und Balkonen aus Holz oder Metall, an den das Auge sich nicht sattsehen kann. Während Hotels und Ferienvillen von außen an vergangene Zeiten erinnern, erwarten den Gast innen gepflegte Zimmer mit allem Komfort der Gegenwart - natürlich winterfest. Vor einhundert Jahren war das eher die Ausnahme. Ein Spaziergang auf der Promenade und durch die angrenzenden Straßen verzaubert und versetzt in eine andere Zeit. Und jedes Jahr im September stehen die Häuser im Stil der Bäderarchitektur ganz besonders im Mittelpunkt. Im "Monat der Bäderarchitektur" finden zahlreiche Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Vorträge und Führungen statt, die Ihnen die Möglichkeiten geben, mehr über die beeindruckenden Bauten zu erfahren.

Die Seebrücke:

Die erste Brücke, eine 560 m lange Holzbrücke, weihte man im Sommer 1902 ein. Diese wurde bereits 1904 durch eine gewaltige Sturmflut zerstört. 1905 wieder aufgebaut, erhielt sie 1910 den Namen Prinz-Heinrich-Brücke. Am 28. Juli 1912 ereignete sich eine folgenschwere Katastrophe. Beim Anlegen eines Dampfers zerbrach ein hölzerner Querbalken und riß ca. 50 Menschen mit ins Wasser. Es gab dabei 17 Tote. Dieses Ereignis war der Anlaß, dass 1913 in Leipzig die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) gegründet wurde. Über 50 Jahre gab es keine Seebrücke, da im strengen Winter 1942/43 die zerstörte nicht wieder aufgebaut wurde. Erst seit Mai 1994 besitzt Binz wieder eine 370 m lange Seebrücke. Jedes Jahr seit 1994 findet Mitte Juni für zwei Tage das Binzer Seebrückenfest statt. Höhepunkt des zweitägigen Festes ist am Samstagabend das feierliche Feuerwerk über der Binzer Seebrücke.

(Quelle:Kurverwaltung Ostseebad Binz)

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